Zwei hilfreiche Apps, um Kohlenhydrate zu bestimmen

Vor zwei Wochen habe ich mein neues Instagram-Projekt „Kohlenhydrate_raten“ beschrieben. Hier soll spielerisch ein Gefühl für Lebensmittel und deren Kohlenhydrate entwickelt werden. Meistens muss man es aber dann doch genauer wissen oder traut seiner eigenen Schätzung nicht ausreichend. Zwei Apps haben hier viel Potenzial, um Abhilfe zu schaffen.

Die Web-App Wetid gilt als größte Datenbank für Kohlenhydrateinheiten. Sie wurde ehrenamtlich von mehreren Familien speziell für Diabetiker entwickelt. Mehr als 400.000 Produkte wurden mittlerweile von der Community eingegeben. Der Nutzer kann das Lebensmittel per Suchfeld suchen und gleichzeitig die Menge und die Zielgröße KE oder BE eingeben. Die App spuckt dann relevante Suchergebnisse passend zur angefragten Gramm-Zahl oder typischen anderen Mengen aus. Es können auch Favoriten angelegt werden, so dass man mit der Zeit deutlich schneller an den KE-Wert kommt, als wenn man z.B. bei Google oder fddb.mobi immer wieder erneut nachschaut. Außerdem können Barcodes gescannt werden, so dass man noch schneller zu den Angaben kommen kann. Die App selbst hat noch Potenzial nach oben und unschöne Fehler beim Öffnen des Menüs. Über die sieht man aber gerne hinweg, wenn man weiß, was es für eine Leistung ist, die Datenmenge anzusammeln.

Auch wenn Wetid eine echte Erleichterung ist, hilft einem die beste Datenbank nicht, wenn man nicht weiß oder nicht abschätzen kann, wie viel man von dem jeweiligen Lebensmittel auf dem Teller hat. Hier soll eine App helfen, die bereits Awards gewonnen hat: Snaq. Mittels Künstlicher Intelligenz und einem 3D-Modell analysiert sie das Essen durch die Smartphone-Kamera. Dabei identifiziert sie nicht nur die einzelnen Komponenten, sondern schätzt auch die jeweiligen Mengen ab. Die Vision dahinter: Der Diabetiker fotografiert sein Essen und weiß sofort, was er spritzen muss. Entsprechend wird auch schon an einem individuellen Insulinrechner gearbeitet. Hierzu braucht es dann aber eine Zulassung, da die App ab dann als Medizinprodukt gelten würde. Snaq hat also sehr viel Potenzial und ist ebenfalls genau auf Diabetiker abgezielt, nicht zuletzt weil die Partnerin des Gründers von Diabetes betroffen ist. Dadurch, dass sie durch die Nutzung und die Fotografien der Nutzer weiter lernt, wird sie immer besser. Aktuell habe ich sie noch nicht in meinen Alltag integriert und setze auf die Waage und meine Schätzkenntnisse, aber ich werde sie im Blick behalten und immer wieder testen.

Photo by Igor Miske on Unsplash

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